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TÜÜDÜÜÜH!!!

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tüd-tüd-tüd-tüüh!





Eine Gewitternacht


Ein Grollen in der Ferne. Ich sitze allein in der Dunkelheit und es beschleicht mich ein eigenartiges Gefühl. Es ist undefinierbar. Dieses Gefühl wird stärker, je näher das Gewitter kommt.
Plötzlich, so scheint es, erhellen Tausende von gleißend hellen Blitzen den dunklen Nachthimmel und das Grollen des Donners verscheucht die Stille der Nacht und dröhnt in meinen Ohren.
Meine Gedanken, es sind Hunderte zur gleichen Zeit, spielen verrückt. Ich kann sie nicht mehr steuern. Es rückt unaufhaltsam näher. Die Blitze rasen wie Rasierklingen durch meinen Kopf, meine Gedanken. Der Donner ist wie ein unaufhörliches Gebrüll von Anschuldigungen gegen mich.
Ich wünsche mir fliehen zu können, weit weg, weg von diesen Beschuldigungen, von dieses bedrohlichen Gedanken in meinem Kopf.
Um mich herum versinkt die Welt im Chaos. Alles ist unklar und verzerrt – Farben, Formen, Gegenstände, Eindrücke. Ich verschließe die Augen. Das Grollen des Donners wird immer lauter, es scheint mich zu erdrücken.
Plötzlich erscheint ein gleißend helles Licht, nur für den Bruchteil einer Sekunde. Ich nehme es wahr, obwohl meine Augen geschlossen sind. Kaum einen Moment später gibt es einen ohrenbetäubenden Knall. Ich schrecke zusammen und schreie laut auf, schreie minutenlang, so scheint es.
Ich weiß nicht warum ich schreie, ich weiß genau es wird mich niemand hören und ich habe keine Hoffnung auf Antwort, ein ermunterndes Wort, eine tröstende Umarmung. Ich weiß ich bin allein.
Es beginnt zu Regnen. Wasser prasselt auf mich herab und läuft mir am ganzen Gesicht, am ganzen Körper hinab. Ich lausche nur noch auf das gleichmäßige Geräusch des Regens und in mir kehrt Ruhe ein. Körper und Geist sind gelöst und entspannt. Plötzlich stoppt der Regen wieder. Ich öffne die Augen und alles um mich herum ist wieder klar.
Die Flut von Gedanken kam zum Stillstand und ich erkenne ihren Sinn:

Ich bin allein und niemand ist bei mir. Die Menschen, die mir wirklich viel bedeuten, verletze und enttäusche ich früher oder später. Die Angst diese wenigen Menschen, die ich liebe, zu verlieren ist so groß, wie nur eine Angst eines Menschen sein kann.

Allein zu sein in dieser gottverdammten, kalten, trostlosen Welt ist meine größte Befürchtung, mein größtes Grauen, meine größte Angst!





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